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Eigentlich bin ich eine Uralt-Twitterin.
Soweit man das so nennen kann.
Seit 2009 zwitschere ich so durch die Gegend und habe – wie wahrscheinlich jeder andere Twitter-User – bei Null angefangen.
Damals hatte ich gerade einen kugelrunden Bauch, den ich vor mir her trug und konnte kaum noch sitzen.
Später bemutterte und umsorgte ich unseren Nachwuchs und nutzte die Mittagspausen für Twitter.
Da gab es ganz interessante Themen, die mich begeisterten, unter anderem das bedingungslose Grundeinkommen und eine Userin namens Susanne Wiest.
Doch wie es so ist, gerät manches in den Hintergrund, wenn du frischgebackene Mutter bist.

Facebook war zu dieser Zeit noch gar nicht aktuell, sondern meinvz.

Erst, als alle feststellten, dass das Spiel „Frohe Ernte“ auf Facebook besser zu spielen ist als auf meinvz, änderte sich alles.
Jeder wechselte zu Facebook und so auch ich.
Ja ja, ich weiß, der Mainstream und seine Auswirkungen 🙂
In den nächsten Jahren gab es einen absoluten Facebook-Hype.
Bilder wurden geteilt und die Omas regten sich auf, dass sie die Neuigkeiten ihrer Kinder von anderen erfuhren. Nämlich denen, die auch auf Facebook angemeldet waren.
Es tut mir nachträglich wirklich leid, dass es so schief gelaufen ist.

Irgendwann kam dann Skepsis auf.

Facebook hat alle Rechte an den Bildern, die du teilst. Das ist natürlich ein absoluter Schreckmoment.
Außerdem wurden Stimmen laut, dass Kinderbilder nichts auf Facebook zu suchen haben wegen der hohen Missbrauchsgefahr.
Damit hatten die Skeptiker im Nachhinein gesehen Recht und ich bin froh, frühzeitig wieder von diesem Zug abgesprungen zu sein. Es gibt bis heute sehr viele Profile von Facebook-Usern, deren ganzes Leben dort in Bildern erzählt wird.
Verurteilen möchte ich niemanden, jedoch vorsichtshalber nahm ich alle Bilder von meinem Kind wieder aus dem Netz, löschte mein Profil und erstellte ein neues.
Das lief gut bis zu dem Tag, an dem es mich im Facebook plötzlich doppelt gab. Dutzende Freundschaftsanfragen an andere Personen gingen hinaus, ohne dass ich irgendetwas in der Art aktiviert hätte. Hacker waren in meine Facebook-Welt eingedrungen und in die vieler anderer.

Deshalb pausierte ich 2012 Facebook komplett.

Doch ein Jahr später war ich wieder drin, dieses Mal mit dem Versuch einer sogenannten Fan-Page für meinen Blog.
Lange Rede, kurzer Sinn: Es brachte mir nichts.
Abgesehen davon, dass ich für eine Fan-Page wieder ein persönliches Profil erstellen musste, was mir ganz und gar nicht gefiel, konnte ich mich nie wirklich an die Spielregeln von Facebook gewöhnen.
Ende 2017 habe ich die Fanseite nun wieder abgemeldet, mein persönliches Profil dagegen gibt es noch 😀

Der ultimative Weg, um mich und meinen Blog bekannt zu machen, ist seitdem Twitter.

Ich liebe das Gezwitscher, auch wenn es anfangs recht unübersichtlich wirkt.
Auf Twitter schreibe ich meine Gedanken nieder und teile meine Blogbeiträge.
Bei Gefallen finden sich Follower, die dann jederzeit lesen können, was du schreibst.
Mir persönlich gefällt das Gezwitscher sehr gut.
Ich freue mich jeden Tag auf die vielen Neuigkeiten anderer User und wenn ich etwas Wichtiges auf der Seele habe, besteht die Chance, dass sehr viele Menschen das lesen.
Ich bewege mich dort sowohl als Bloggerin als auch als Privatperson, in meinem Fall alles in einem.

Gerade für die Authentic Blogger ist das eine feine Sache.

Wer nur als Privatperson ohne ein besonderes Anliegen zwitschert, findet aber ganz bestimmt auch Leute, mit denen er sich unterhalten und austauschen kann.
Wie in jedem Social-Media-Kanal gibt es natürlich auch auf Twitter immer die Gefahr, dass Meinungen sehr gegensätzlich sind und sich daraus mehr als eine heftige Diskussion entwickelt. Dann kann so eine Sache sehr schnell aus dem Ruder laufen.
Andererseits habe ich den Eindruck, dass auf Twitter sehr viel schneller Gespräche in Gang kommen als im Facebook.
Wer also etwas mitzuteilen hat und Ansichten von anderen dazu einholen will, ist auf Twitter wahrscheinlich besser aufgehoben als auf Facebook.
Ich habe Anfang 2017 meinen verstaubten Twitter-Account wiederbelebt und freue mich seitdem auf die Gespräche und den Austausch von Neuigkeiten.

Vielleicht treffe ich ja dich oder dich auch dort?
Probiert es doch einfach mal aus 🙂 Hier findet ihr mein Gezwitscher.
Bis dahin, liebe Twitter-Grüße,

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